Inkasso heißt Verantwortung
 
 

Newsletter August / September / Oktober 2017

Aktuelles rund um das Forderungsmanagement


Liebe Newsletter-Leserinnen und -Leser, liebe Freunde des Hauses,

diesmal möchten wir Ihre Aufmerksamkeit auf zwei Themen lenken, die sicher viele von Ihnen immer wieder betreffen:

Mahnkosten und Zahlungsverzug:

Ihr Schuldner muss im Verzug sein, damit er verpflichtet ist, Ihre Mahnkosten und später ggf. auch die Inkassokosten zu ersetzen. Aber ab wann ist der Schuldner im Verzug?

Bei Verbrauchern bedarf es dazu in der Regel einer Mahnung, deren Frist abgelaufen ist. Dies führt dazu, dass Sie in den meisten Fällen erst bei der zweiten Mahnung Mahnkosten berechnen dürfen. Es sei denn, Sie haben zuvor etwas anderes vertraglich vereinbart oder Sie haben schon in der Rechnung explizit auf die Verzugsfolgen nach Ablauf der Zahlungsfrist hingewiesen.

Aber wie hoch dürfen die Mahnkosten sein?

Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung sind die Mahnkosten nur nach dem tatsächlichen Sachaufwand zu bestimmen – ohne Berücksichtigung der Personalkosten. Somit dürfte für Porto, Papier, Umschlag usw. ein Betrag bis 1,50 € angemessen sein. Die meisten Gerichte akzeptieren auch 2,50 € Mahnkosten.

Aber eigentlich brauchen Sie sich über diese Beträge gar keine Gedanken zu machen. Übergeben Sie uns doch gleich nach Fristablauf Ihrer ersten Mahnung Ihre offenen Forderungen. Ihr Schuldner ist ja dann im Zahlungsverzug und damit auch verpflichtet, die Inkassokosten als Ihren Verzugsschaden zu ersetzen.

Bankrücklastkosten

Hat Ihr Vertragspartner Ihnen eine Einzugsermächtigung erteilt? Dann kommt es sicher hin und wieder vor, dass eine Lastschrift nicht gedeckt ist oder aus anderen Gründen zurückgebucht wird. Es entstehen Bankrücklastkosten.

Noch immer ist es bei vielen gängige Praxis, dann vom Schuldner eine Pauschale erstattet zu verlangen. Inzwischen gehen aber Verbraucherschützer immer wieder dagegen vor, wenn pauschalierte Bankrücklastkosten nach den AGB beansprucht werden. Und immer mehr Gerichte geben ihnen damit Recht und erklären die AGB an dieser Stelle für unwirksam.

Daher ist es ratsam, nur die „echten“ Bankrücklastkosten zu fordern, die Ihnen auch im Einzelfall entstanden sind und die damit im Einzelfall nachgewiesen werden können.


Der Sommer liegt nun bereits hinter uns, aber vielleicht halten die kommenden Wochen ja noch ein wenig Altweibersommer für uns bereit. Genießen Sie dann die Sonnenstrahlen, die das sich färbende Laub strahlen lassen.

Ihr Transfer-OFFICE-Team


 
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